Standard GDO

Die großen Einzelhandelsunternehmen (G.D.O.) sind der wichtigste Referenzmarkt für die Agrarwirtschaft, die Lebensmittelindustrie und die Ernährungswirtschaft.

Die G.D.O. hat durch zahlreiche Zertifizierungen und Referenzmarken eigene Qualitätsstandards eingeführt, die Landwirte oder Verarbeitungsbetriebe einhalten müssen und die strengen Kontrollen unterliegen.

Die Qualitätsstandards lauten wie folgt:

  • Protokoll G.A.P.;
  • Standard B.R.C.;
  • Standard I.F.S.

DAS G.A.P.-PROTOKOLL - GUTE LANDWIRTSCHAFTLICHE PRAXIS

Das G.A.P.-Protokoll ist eine Anforderungsliste, die von der Euro Retailer Produce Working Group (EUREP), dem Verband der großen europäischen Distributoren, definiert wurde.

Sie legt die Kriterien fest, die der landwirtschaftliche Erzeuger erfüllen muss, um Qualitätsstandards zu gewährleisten, die von großen Handelsketten akzeptiert werden.

Folgende landwirtschaftliche Produktionselemente werden dadurch definiert: Auswahl und Rotation der Flächen, Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden, Bewässerungssysteme, Ernteanlagen, Handhabung und Lagerung des Produkts, Sicherheit der Marktteilnehmer usw.

Das G.A.P.-Protokoll gilt für den Obst- und Gemüsesektor, aber auch für den Viehsektor (Rinder, Schafe und Ziegen, Schweine, Geflügel), die Aquakultur, Schnittblumen und Zierpflanzen sowie für Stalltätigkeiten (Melken und Milchlagerung). Unabhängig von den Produktionsmethoden (z.B. Bio) oder der Herkunft des Rohmaterials (D.O.P., I.G.P., S.T.G.).

 

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Das G.A.P.-Protokoll wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, einen gemeinsamen "Modus operandi" für den Anbau landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu schaffen, der den modernen Anforderungen einer nachhaltigen Landwirtschaft entspricht.

Das Protokollschema sieht zunächst die Zertifizierung des Betriebs durch eine unabhängige, nach der Norm EN 45011 akkreditierte Stelle vor und legt die internationalen Anforderungen fest, die von den Produktzertifizierungsstellen eingehalten werden müssen. Zusätzlich muss die Prüfstelle von der EUREP zugelassen werden.

Die Hauptpunkte, auf denen das G.A.P.-Protokoll basiert, sind die folgenden:

  • Einsatz anerkannter integrierter Kontrolltechniken;
  • Akzeptanz umweltfreundlicher agronomischer Spezifikationen;
  • Beachtung hygienischer Aspekte beim Umgang mit Lebensmitteln;
  • Einhaltung der allgemeinen Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen für landwirtschaftliche Arbeitnehmer.

Das G.A.P.-Protokoll sieht die Überprüfung spezifischer Verpflichtungen direkt im Betrieb vor:

  • Rückverfolgbarkeit der Produkte;
  • Aufzeichnung der Unternehmenstätigkeiten;
  • Einhaltung der Vorschriften über genetisch veränderte Organismen (GVO);
  • Unternehmensstandorte und Kulturrotationen;
  • Auswahl und Einsatz von Düngemitteln;
  • integrierter phytosanitärer Schutz der Pflanzen;
  • Verfahren zur Sammlung und Lagerung der Produktion;
  • Behandlungen nach der Ernte;
  • Management von Betriebsabfällen und -schrott;
  • Schulung und Sicherheit der Bediener;
  • Berichts- und Beschwerdemanagement;
  • Management von internen Audits.

Das G.A.P.-Protokoll sieht zwei Zertifizierungsverfahren vor: für einen einzigen Betrieb und für Gruppen von Betrieben, die miteinander verbunden sind.

Im letzteren Fall muss die Prüfstelle über eine technische Spezifikation verfügen, in der die Elemente des Qualitätssicherungssystems, über das die Referenzeinrichtung (Genossenschaft, Konsortium oder andere Formen der Zusammenarbeit) alle Mitgliedsbetriebe verwaltet und koordiniert, zu melden sind.

B.R.C. und I.F.S. Normen

Das G.A.P.-Protokoll ist nicht der einzige von der G.D.O. anerkannte Referenzstandard für landwirtschaftliche Betriebe. Wenn letztere auf den europäischen Märkten verkaufen, müssen sie auch die Anforderungen der B.R.C. und I.F.S. Standards erfüllen.

Das britische B.R.C. (British Retail Consortium) und das deutsche I.F.S. (International Food Standard), definieren die Qualitätsanforderungen, die Lieferanten von Lebensmitteln (Verarbeitungsunternehmen) erfüllen müssen, um beim Verkauf von "Markenprodukten" Zugang zu ihren jeweiligen Märkten zu erhalten.

Sinn dieser Richtlinien ist es, gemeinsame Qualitätsanforderungen für möglichst viele Hersteller/Verarbeiter festzulegen, um die Einheitlichkeit der Qualität des erzeugten, verarbeiteten und verkauften Produkts zu gewährleisten.

Die B.R.C. Norm sieht auf Kosten des Lieferanten folgendes vor:

  • die Einführung eines Systems der hygienischen Selbstkontrolle h.a.c.c.p.;
  • die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems;
  • Einhaltung der Umweltschutzbestimmungen
  • die Durchführung eines Produkt-/Prozesskontrollplans;
  • regelmäßige Aus- und Weiterbildung des Personals.

Die B.R.C. Norm sieht zwei Arten von Zertifikaten vor: Foundation Level (Basisniveau) oder Higher Level (höheres Niveau).

Die von der Zertifizierungsstelle herausgegebenen Verifizierungsberichte beschreiben die Leistung des Unternehmens genau, so dass der Betreiber der Lieferkette die Zuverlässigkeit potenzieller Lieferanten beurteilen kann.

Der I.F.S. Standard sieht auf Kosten des Lieferanten des Verarbeitungsunternehmens Folgendes vor:

  • Qualitätsmanagement (beinhaltet h.a.c.c.p.)
  • Management von Ressourcen (Personal und Technik);
  • das Management von Produktionsprozessen durch spezifische Verfahren;
  • die Definition eines Systems zur Überwachung und Steuerung von Prozessen.

Die I.F.S. Norm sieht auch zwei Arten von Zertifizierungen vor: das Basisniveau und das fortgeschrittene Niveau.

Im Gegensatz zur B.R.C.-Zertifizierung ist der Zertifizierungsgrad keine freie Wahl des Unternehmens, sondern folgt der Überprüfung der Einhaltung des Referenzstandards.

Das Endergebnis wird durch ein Punkte-System auf der Bais erreichter Prozentzahlen erzielt (75% der Grundanforderungen für das Grundniveau, 90% der Grundanforderungen und 70% der fortgeschrittenen Anforderungen für das höhere Niveau).

Diese Zertifizierungen stärken das Vertrauen in die Hersteller und Vertreiber und bieten einen Mehrwert sowohl für den Verbraucher (in Form von Garantien für die Qualität des Produkts) als auch für den Hersteller (in Form einer höheren Vergütung für das Produkt oder in Form eines "Wettbewerbsvorteils" beim Zugang zu bestimmten Märkten).

 


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